Marti-Kreuzfahrt 2018

Kreuzfahrt 2019

Herzlich willkommen auf der Costa Mediterranea !!!

Mein Name ist «Pipo Internazionale» und ich habe das Vergnügen, Sie virtuell auf die Marti Kreuzfahrt 2018 mitzunehmen.

Hier erfahren Sie täglich die wichtigsten Infos zur Traumreise über Italien – Spanien – Marokko – Portugal – Grossbritannien – Belgien bis nach Amsterdam.

Marti-Kreuzfahrt 2018
Marti-Kreuzfahrt 2018
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Casablanca
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Dienstag, 01. Mai 2018 – Savona

Giulia staunt nicht schlecht, als Sie an der Hafenpromenade von Savona spazieren geht. Sie lebte früher in Bern und freut sich immer, wenn Fahrzeuge mit Schweizer Nummernschildern durch Savona fahren. Heute ist Ihre Freude besonders gross. Insgesamt 30 Reisebusse aus der Schweiz bringen die rund 2000 Gäste der 16. «Marti-Kreuzfahrt» in den Hafen, wo sich die «Costa Mediterranea» majestätisch präsentiert. 292 m lang, 32 m breit, 60 m hoch und 86000 Bruttoregistertonnen schwer. Das sind die imposanten Eckdaten unserer traumhaften Unterkunft für die nächsten 13 Tage.

Die Einschiffung verläuft reibungslos und so ist kurz nach 17.00h alles bereit, um Savona in Richtung Barcelona zu verlassen. Ein letzter Blick zurück auf die Hafenpromenade. Ob uns Giulia wohl etwas neidisch hinterher schaut ?

Nebst all dem Luxus auf dem schwimmenden Palast, der ausgezeichneten Gastronomie, sowie dem breiten Sport- und Wellnessangebot, zeichnet sich die «Marti-Kreuzfahrt» vor allem auch durch das einmalige musikalische Unterhaltungsprogramm aus. 20 Bands sorgen für eine ausgezeichnete Stimmung in den verschiedenen Bars. Ob volkstümlich mit dem Jodlerduett Rüfenacht-Geissbühler, stimmungsvoll mit Ben Berg oder rockig mit John & John, für beste Unterhaltung ist bereits am ersten Abend gesorgt.

Viele Gäste haben bereits im Voraus ein Getränkepaket gebucht. Dieses erlaubt es, je nach Umfang des Paketes, das reichhaltige Getränkeangebot nach Lust und Laune zu konsumieren. Besonders beliebt sind Aperol Spritz“, Bacardi Cola und Prosecco. Mein Lieblingsgetränk ist - bescheiden wie ich bin – ein kühles Bier. Upps…. ein Trendgetränk hätte ich fast vergessen. Strawberry Daiquiri ist auch ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Dabei ist mitentscheidend, welcher Kellner den Cocktail mixt, nicht wahr Susanne?

Der erste Tag der «Marti-Kreuzfahrt» neigt sich dem Ende zu. Ein Blick in die vielen zufriedenen Gesichter ist der schönste Lohn, welcher man als Angestellter von Marti Reisen erhalten kann.

Ich freue mich auf die kommenden Tage auf der Costa Mediterranea. Die geplante Ankunft in Barcelona ist morgen gegen 14.00h. Barcelona und Bern haben übrigens eines gemeinsam. Beide Fussballteams der Stadt wurden am vergangenen Wochenende Meister. Marti Reisen gratuliert natürlich vor allem YB zum langersehnten Titel.

Die Uhr zeigt 01.30h und die meisten Gäste sind bereits im Bett. Auch ich mache mich auf den Weg in meine Kabine und freue mich – Ihnen liebe Leserinnen und Leser – morgen von unserem Aufenthalt in Barcelona zu berichten.

Buona notte wünscht Pipo Internazionale

Mittwoch, 02. Mai 2018 - Barcelona

Omelett mit Spinat, Vollkornbrötchen, Honig, Orangensaft und viel Kaffee. Das war mein Frühstück heute. So beginnt der Tag doch herrlich. Zudem scheint die Sonne und es ist angenehm warm auf dem Balkon. Gegen 11.00h sind schon viele Gäste auf Deck 9 und geniessen diese Mischung aus Sonne, Meer und erfrischender Brise. Die Einfahrt in den riesigen Hafen von Barcelona ist sehr eindrücklich. Wie der Kapitän diesen schwimmenden Koloss exakt hinter den sich bereits im Hafen befindenden Schiffen anlegt lässt uns staunen. Da haben einige beim Einparken eines Kleinwagens mehr Mühe…..

Wir können pünktlich um 14.00h von Bord. Ob mit dem Shuttlebus von Costa oder einem Taxi, das Ziel ist für viele die weltberühmte «Ramblas». Die bekannteste Strasse Barcelonas beherbergt unzählige Restaurants und Geschäfte. Oben an der «Plaza Catalunya» angekommen, gönnen sich einige einen kühlen Drink im Hard Rock Cafe oder auf einer der gutgefüllten Sonnenterassen. Das Leben pulsiert in der katalnischen Metropole. Während den verschiedenen, organisierten Ausflügen können die Sehenswürdigkeiten in und um Barcelona besichtigt werden. Die Sagrada Familia von Antonio Gaudi, der Parque Güell sowie die Plaza España sind nur einige der vielen Touristenmagnete Barcelonas.

Da die Costa Mediterranea heute erst um 21.00h die Reise in Richtung Mallorca fortsetzt, genehmigen sich eine Vielzahl der Gäste «un vino y una tapa» oder in Deutsch «Ein Glas Wein und ein Häppchen». Andere sind bereits früher auf dem Schiff, um die erste Essenszeit um 18.45h nicht zu verpassen. Das Menu beinhaltet heute unter anderem Tomaten mit Basilikum und Mozzarella, Spaghetti mit Crevetten und Knoblauch, Hähnchenbrust mit verschiedenen Gewürzen und zum Nachtisch eine Art Crèmeschnitte mit Fruchtjoghurt. Es ist eine enorme Leistung der ganzen Küchenmannschaft, wie sie die rund 7000 Teller pro Abendessen anrichtet.

Im «Stägehus» auf Deck 2 herrscht gegen 23.00h eine tolle Stimmung. Als sich Hene Wirz zu John & John gesellt, geht erst richtig die Post ab. Ob in Englisch oder Berndeutsch, es wird mitgesungen und eifrig getanzt. Die meist aus Asien stammenden Barkeeper lächeln wegen den für sie fremden Klängen. Vor allem bei Trauffers «Müeh mit de Chüe» lachen sie herzhaft ab dem Refrain.

Morgen wartet Mallorca auf uns. Die Wettervorhersage ist verheissungsvoll. Viel Sonnenschein bei angenehm warmen Temperaturen.

Ich verabschiede mich und gönne mir ein paar Stunden Schlaf in meiner Kabine.

Bona nit y visca el Barça.

Donnerstag, 03. Mai 2018 – Palma de Mallorca

Palma, Palma, Palma De Mallorca Leben, Lieben, Träumen auf Mallorca.
Palma De Mallorca Insel dort im Wind.
Palma De Mallorca wo wir Glücklich sind.
Palma De Mallorca Lichterglanz beim Wein
Palma De Mallorca lädt uns alle ein.

Wo kannst du Träumen am Himmelblauen Meer?
In Palma, Palma De Mallorca!
Wo sind die Kinder Frei und Unbeschwert?
In Palma, Palma De Mallorca!
Du vergisst die Zeit deiner Einsamkeit
Palma De Mallorca ist ja gar nicht weit!

Der Kultsong von Chris Wolff beschreibt das Leben auf der Baleareninsel treffend.

Wo man hinschaut sieht man zufriedene Gesichter. Dies gilt natürlich auch für unsere Gäste auf der Costa Mediterranea. Heute verlassen fast alle das Schiff, um Palma de Mallorca zu geniessen. Die Kathedrale ist eine der eindrücklichsten in ganz Spanien. Ein gemütlicher Spaziergang in Richtung Plaza de España, vorbei am Rathaus ist bei diesem herrlichen Wetter ein wahrer Genuss. All jene, welche Mallorca nur mit Ballermann und Eimersaufen in Verbindung bringen, revidieren ihre Meinung rasch. Diese traumhafte Insel hat definitiv viel viel mehr zu bieten.

Dennoch zieht es einige in Richtung El Arenal, wo sich eben dieser berühmt berüchtigte Strandabschnitt befindet. Eine unglaubliche Anzahl an Bars, Kneipen, Restaurant und Geschäften dominiert das Bild an der langgezogenen Promenade. Bierkönig, Schinkenstrasse und Megapark sind fest in deutscher Hand. Mit ein paar guten Freunden treffe auch ich kurz vor 11.00h im Megapark ein. Wo andernorts Kaffee und Tee auf den Tischen stehen, gibt es hier bereits am Vormittag (fast) nur das deutsche Nationalgetränk…. Da scheint bei einigen Hopfen und Malz verloren zu sein 😉

Auf dem Weg über die Autobahn fahren wir an der Ausfahrt Manacor vorbei. Aus eben diesem Manacor kommt eine der bekanntesten Persönlichkeiten Mallorcas der Gegenwart. Unzählige Duelle lieferte er sich mit „unserem“ Roger Federer. Na, wissen Sie wer ich meine? Richtig, der spanische Sandplatzkönig Rafael Nadal wurde in Manacor geboren und trainiert häufig in seinem eigenen Tennisclub.

Gegen 15.30h sind alle zurück an Bord und geniessen den Komfort der «Medi», wie die Costa Mediterranea liebevoll genannt wird. Es versteht sich von selbst, dass sich bei diesen Temperaturen fast alle in den Aussenbereichen des Schiffes aufhalten. Einige schlummern auf den Sonnenliegen vor sich hin. Ob da wohl der eine oder andere schon ahnt, dass Ben Berg später Vollgas geben wird?

Heute wurde übrigens bekannt, dass während dem Seetag am 09.05.18 ein Blick hinter die Kulissen des Schiffes angeboten wird. Das Interesse und die Vorfreude darauf ist gross. Mehr darüber dann am nächsten Mittwoch.

Nun nochmals kurz zurück zu Ben Berg. Er bringt mit seiner sympathischen und offenen Art viel Stimmung und begeistert so auch zu später Stunde die unermüdlichen Partytigerinnen und Tiger. Ja genau, die Stimmung war tierisch gut und dies bis kurz vor 04.00h. Danach war ein toller Tag und eine fetzige Nacht Geschichte. Die Costa Mediterranea gleitet in Richtung Andalusien. Unser nächstes Ziel heisst Almeria.

Buenas noches – nos vamos a Andalucia.

Freitag, 04. Mai 2018 – Almeria

Bienvenidos a Andalucia – herzlich willkommen in Andalusien.
Vergleichbar mit den Kantonen in der Schweiz ist Spanien in 17 Comunidades unterteilt. Eine der bekanntesten und schönsten ist zweifelsfrei Andalusien. Viele Sehenswürdigkeiten erinnern an die Zeit der arabischen Herrschaft im Mittelmeerraum.

Die bekanntesten Zeugen der Vergangenheit sind die Alhambra in Granada und die Mezquita in Cordoba. Granada fiel im Jahre 1492 als letzte maurische Hochburg. Neben den klangvollen Städten wie Sevilla, Malaga oder eben Granada gilt Almeria eher als unbekannt.

Der Hafen liegt in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums. Dies nutzt ein Grossteil der Gäste zur individuellen Besichtigung der Stadt. Das Programm der von Costa organisierten Ausflüge beinhaltet entweder eine geführte Stadtbesichtigung, eine Fahrt nach Mojacar oder Gabo de Gata, um die Umgebung von Almeria kennenzulernen.

Ist in den meisten andalusischen Städten der Tourismus die treibende Wirtschaftskraft, so ist dies in der Provinz Almeria der Früchte und Gemüseanbau. Riesige Treibhäuser dominieren das Landschaftsbild. Der Preiskampf in der Agrarwirtschaft ist enorm. So arbeiten vor allem Nordafrikaner und Südamerikaner auf den Feldern. Harte Knochenarbeit für einen sehr bescheidenen Lohn.

Für die Gäste, welche auf dem Schiff bleiben, beginnt die musikalische Unterhaltung bereits um 10.00h auf Deck 9. Die Steppin Stompers machen den Anfang, gefolgt von dem Schwyzerörgeli-Quartett Signouergiele und Meet at Home. Bis 17.15h wird bei herrlichem Sonnenschein beste Unterhaltung geboten. Die Rockustix mit «Schöre» Müller machen den Abschluss dieses musikalischen Marathons. Aus «Schöres» Feder stammt übrigens der unvergängliche Dialekthit «Louenesee». Diesen spielen die Rockustix dann abends im Stägehus.

Ab morgen werde ich Ihnen einige der Musiker etwas näher vorstellen. Lesen Sie weiterhin das Tagebuch, um die interessanten Interviews mit Christian Vetsch, Hene Wirz und vielen weiteren Musikgrössen nicht zu verpassen. Am letzten Tag der diesjährigen Kreuzfahrt folgt dann noch Interview mit dem wohl bekanntesten Gast auf dem Schiff. Er ist sportlich, gross und erfolgreich… mehr wird nicht verraten.

Die Costa Mediterranea ist seit 18.00h unterwegs mit Kurs auf Gibraltar. Früh morgens werden wir den imposanten Felsen am Horizont sehen. Als wir auf der Höhe von Malaga sind, genehmige ich mir noch ein «Feierabend-Cerveza».

Adios Andalucia – welcome Gibraltar

Samstag, 05. Mai 2018 – Gibraltar

Good morning Gibraltar – how are you?
Mit dem Anlegen in Gibraltar ändert sich auch die Landessprache. Die englische Kolonie liegt an der Südspitze der iberischen Halbinsel. Mit nur 6.5 km2 ist Gibraltar gut an einem halben Tag zu besichtigen. Der 426m hohe Felsen prägt das Landschaftsbild. Um die legendären Affen zu sehen, stehen Taxis und Kleinbusse am Hafenausgang und bringen die Gäste rauf auf den Steinbrocken. Oben angekommen, geniesst man eine fantastische Aussicht. Ein Foto eines Inselaffens gehört selbstverständlich als Erinnerung zu jedem Gibraltarbesuch. Wer den Tieren zu nahe kommt oder zu aufdringlich wird, läuft Gefahr, buchstäblich vom «Aff gebissen» zu werden.

Die 1.2 km lange Landesgrenze zu Spanien wird streng kontrolliert. Eine Besonderheit ist der Flughafen Gibraltars. An beiden Enden der Landebahn ist Wasser. Es empfiehlt sich also für die Piloten dringendst, rechtzeitig zu bremsen. Beim Starten und Landen der Flugzeuge schalten die Verkehrsampeln auf rot und die Autofahrer warten brav, um danach die Flughafenpiste zu überqueren. Bei täglich durchschnittlich 4 Flügen hält sich der Stau aber in Grenzen.  Wer Paella lieber mag als Fish & Chips kann zu Fuss nach La Linea de la Concepción auf der spanischen Seite gehen.

Die Strasse von Gibraltar trennt Europa und Afrika. An der engsten Stelle sind die beiden Kontinente nur 14 km voneinander entfernt. Sie verbindet das Mittelmeer mit dem Atlantik und ist rund 60 km lang.

Ich habe heute das Vergnügen, mit den Musikerinterviews zu beginnen. Den Anfang macht Christian Vetsch, der Sänger aus Grabserberg im St. Galler Rheintal.

Pipo Internazionale: Ist Christian Vetsch Dein Künstlername ?
Christian Vetsch: Nein, es ist mein richtiger Name

Pipo Internazionale: Wo wohnst Du ?
Christian Vetsch: In Schlosswil BE

Pipo Internazionale: Verräts Du unseren Leserinnen und Leser Dein Alter und Deinen Beruf ?
Christian Vetsch: Klar, 21 Jahre (16.10.97) und ich bin Müller von Beruf

Pipo Internazionale: Welche Instrumente spielst Du ?
Christian Vetsch: Steirische Harmonika

Pipo Internazionale: Welches war Dein bisher grösster Auftritt ?
Christian Vetsch: Bei «Immer wieder Sonntags» von ARD und an diversen Openairs

Pipo Internazionale: Wann hattest Du den ersten offiziellen Soloauftritt?
Christian Vetsch: Das war 2010

Pipo Internazionale: Lebst Du von der Musik ?
Christian Vetsch: Nein, ich arbeite 100%. Habe zwischen 40 und 50 Auftritte im Jahr

Pipo Internazionale: Wie oft warst Du schon auf der Marti Kreuzfahrt?
Christian Vetsch: Das ist meine Dritte

Pipo Internazionale: Welche Destination hat Dir am besten gefallen?
Christian Vetsch: Kanarische Inseln

Hier noch einige Stichworte, mit der Bitte um einen kurzen Kommentar

Heinrich Marti: Aufgestellte, offene Person, Chef Marti Reisen, gut dass es ihn gibt sonst gäbe es die Marti Kreuzfahrt nicht
Musikalisches Vorbild: diverse Künstler, keiner speziell
Traumfrau: Michelle Kissling
Lieblingsessen: Italienische und österreichische Küche
Lieblingsferienziel: Zillertal
Geboren in: Grabs
Wovor hast Du Angst: Ich habe keine speziellen Ängste, geniesse das Leben
Lieblingsschauspieler/in: keine/r im Speziellen.
Lieblingssportart und Sportler: Schwingen (Christian Stucki), Skifahren (Beat Feuz, Ramon Zenhäusern)

 

Christian Vetsch
Christian Vetsch

Sonntag, 06. Mai 2018 – Casablanca

Schau mir in die Augen Kleines…. Unvergesslich und zuckersüss ist die Szene aus dem Film Casablanca mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman.

Die Stadt wurde im Jahr 1575 von den Portugiesen als Casa Branca (weisses Haus) gegründet. Seit 1755 ist die Stadt unter muslimischer Herrschaft und eine der wichtigsten Städte Marokkos. Es ist angenehm warm und auf Deck 9 herrscht ein emsiges Treiben. Da wir bereits um 07.00h anlegen, geniessen viele das Frühstück mit Aussicht auf das Hafengelände und die Stadt. Die Besichtigung des riesigen Marktes ist sicherlich das Highlight für die individuellen Besucher. Wer es lieber in der Gruppe organisiert mag, nimmt an einem der Ausflüge teil. Nebst Casablanca wird auch eine Panoramatour durch Rabatt angeboten.

Gegen die Mittagszeit kommen viel Gäste zurück aufs Schiff, um sich am Selbstbedienungsbuffet zu verpflegen. Eine grosse Auswahl an Salaten, Pasta, Fleisch und Fisch stehen bereit. Die Qualität ist ausgezeichnet.

Ich schaue durchs Fenster beim Einladen der Nahrungsmittel zu. Unglaubliche Mengen an Früchten, Gemüsen und Getränken werden in den Bauch der Costa Mediterranea gebracht. Wenn Sie mehr über die Gesamtmengen der einzelnen Produkte wissen möchten, dann lesen Sie in den nächsten Tagen das Tagebuch. Eine Zahl verrate ich Ihnen bereits heute. Während der Kreuzfahrt werden 250000 (zweihundertfünfzigtausend) Eier in den verschiedensten Formen verarbeitet.

Um 16.00h verlassen wir Marokko und nehmen Kurs auf Lissabon. An der Bar auf Deck 9 diskutieren einige Herren, wie viele Kamele ihnen für ihre Frauen angeboten wurden. Ein Herr meinte ironisch, dass er nur eines gekriegt hätte und dies fast mitnehmen wollte. Ob das Kamel wohl bei der obligatorischen Foto-Eingangskontrolle durchgekommen wäre?

Musikalisch bin ich heute bei der Cocktail Band zu Gast. Sie wurden mit ihren romantischen Welthits in berndeutscher Sprache berühmt. Mehr zur Cocktail Band und ihrem Bandleader Beat Gfeller folgt, in den nächsten Tagen.

Die Hene Wirz Band gehört seit Jahren zum Musikprogramm der Marti Kreuzfahrt. Hene Wirz selber ist Klavierlehrer in Liestal und begeistert die Gäste immer wieder mit seiner Power und seinem unvergleichbaren Lachen. Im folgenden Interview erfahren Sie mehr über den Basler Musiker.

Pipo Internazionale: Woher kommt der Bandname?
Hene Wirz: Da ich oft in verschiedenen Formationen auftrete, fügte ich meinem Namen einfach noch Band hinzu. Daher Hene Wirz Band.

Pipo Internazionale: Wo wohnst Du ?
Hene Wirz: In Gelterkinden

Pipo Internazionale: Verrätst Du unseren Leserinnen und Leser Dein Alter und Deinen Beruf ?
Hene Wirz: Gerne, ich wurde 1965 geboren und bin Klavierlehrer.

Pipo Internazionale: Welche Instrumente spielst Du ?
Hene Wirz: Klavier, Bassgitarre, Querflöte

Pipo Internazionale: Welches war Dein bisher grösster Auftritt ?
Hene Wirz: Bei der «Avosession» in Basel und als Vorgruppe von Zucchero.

Pipo Internazionale: Wann hast Du mit der Musik angefangen?
Hene Wirz: Als ich 9 Jahre alt war.

Pipo Internazionale: Lebst Du von der Musik ?
Hene Wirz: Ja, vom Klavierunterricht und den rund 100 Auftritten pro Jahr.

Pipo Internazionale: Wie oft warst Du schon auf der Marti Kreuzfahrt?
Hene Wirz: Ich bin zum siebten Mal mit dabei.

Pipo Internazionale: Welche Destination hat Dir am besten gefallen?
Hene Wirz: Santorini und Dover

Hier noch einige Stichworte, mit der Bitte um einen kurzen Kommentar

Heinrich Marti: Super sympathisch, bin froh ihn zu kennen
Musikalisches Vorbild: Kansas
Traumfrau: Salma Hayek
Lieblingsessen: Spaghetti vongole
Lieblingsferienziel: Kanarische Inseln
Geboren in: Gelterkinden
Wovor hast Du Angst: Ich habe keine speziellen Ängste
Lieblingsschauspieler/in: Patrick Stewart
Lieblingsportler: Arnold Schwarzenegger (Hene hat das wirklich gesagt…)

Hene möchte der Leitung der Regionalen Musikschule in Liestal herzlich danken, dass er jeweils ausserhalb der Schulferien auf die Marti Kreuzfahrt darf.

Wir sind unterwegs in Richtung Portugal. Ich freue mich sehr auf die nächsten beiden Tage. Lissabon gehört zu meinen Lieblingsstädten. Deshalb gehe ich heute etwas früher schlafen, um dann morgen fit zu sein. Gute Nacht liebe Leserinnen und Leser.

Portugal nos viemos

Hene Wirz
Hene Wirz

Montag, 07. Mai 2018 – Lissabon

Die letzten Meilen vor der Ankunft in Lissabon sind spektakulär. Während der Einfahrt auf dem Rio Tejo sehen wir den Turm von Belem und das Denkmal zu Ehren von Christoph Kolumbus.

Pünktlich um 14.00h legen wir in der portugiesischen Hauptstadt an. Das Stadtzentrum kann bequem zu Fuss erreicht werden. Eine Fahrt mit der gelben Strassenbahn steht bei den Gästen ganz oben auf dem Programm. Auch die roten Touristenbusse bieten eine gute Möglichkeit, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Wer zu Fuss unterwegs ist kommt heute gehörig ins Schwitzen. Es ist sommerlich warm und die Sonne strahlt in die zufriedenen Gesichter der Stadtbesucher. Lissabon ist einfach schön!!!

Kulinarisch lautet das Thema im Ristorante Degli Argentieri, dem riesigen Speisesaal der Costa Mediterranea, «Das Menu aus Friaul». Das Friaul ist eine Landschaft im Nordosten Italiens um die Stadt Udine in der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien. Ob Fleisch oder Fisch, die einzelnen Speisen sind auch heute schön präsentiert und schmecken bestens. Einige greifen zum Salz- und Pfefferstreuer um etwas nachzuwürzen.

Ich habe mit «Plümä» von John & John heute noch etwas Besonderes vor. 32 Jahre dauerte es, bis YB wieder einen Titel gewinnen konnte. Eine schier endlose «Leidenszeit». Aber die Berner Fussballfans wurden am 28.04.18 endlich erlöst.
YB ist SCHWEIZERMEISTER. John & John spielen «Scharlachrot» und «Plümà» streift sich ein YB-Meisterleibchen über. Die YB-Fans unter den Gästen skandieren lauthals Hopp YYYBBBBBBBBB.

Offiziell dauert das Musikprogramm bis 01.30h. Aber es ist noch lange nicht Feierabend. Wie so oft ist das «Stägehus» der Treffpunkt für all jene, welche noch lange nicht schlafen gehen wollen. Eine buntgemischte Zusammensetzung der Musiker unterhält die Gäste mit verschiedenen Musikrichtungen. Ob rockig und schnell oder sanft und langsam. Die Stimmung ist fantastisch. Apropos langsame Musik. Viele verliebte Pärchen geniessen die Urlaubstage auf hoher See. Ein «Schätzi» hier, ein «Schnüggi» da. Ach was wäre das Leben ohne Liebe…..

Unser heutiges Musikerinterview ist – wie könnte es anders sein – mit «Plüme» von John & John.

Pipo Internazionale: Woher stammt der Bandname John & John ?
«Plümä»: Beide Bandmitglieder heissen Hanspeter (Imhof und Dubach) mit Vornamen. Erst dachten wir an Hans & Hans. Aber da hätten die Leute wohl eher volkstümliche Musik erwartet (lacht). So übersetzten wir Hans ins Englische und schon war der Bandname geboren.

Pipo Internazionale: Wo wohnst Du ?
«Plümä»: In Gampelen

Pipo Internazionale: Verrätst Du unseren Leserinnen und Leser Dein Alter und Deinen Beruf ?
«Plümä»: Dieses Jahr runder Geburtstag. Ich bin Hochbauzeichner und habe die Handelsschule abgeschlossen.

Pipo Internazionale: Welche Instrumente spielst Du ?
«Plümä»: Gitarre, Mundharmonika, Es Horn

Pipo Internazionale: Welches war Dein bisher grösster Auftritt ?
«Plümä»: Die gemeinsamen Auftritte mit Polo Hofer und der Auftritt im Theater während einer Marti-Kreuzfahrt.

Pipo Internazionale: Wann hast Du mit der Musik angefangen?
«Plümä»: Mit 7 Jahren begann ich mit dem Gitarrenspielen.

Pipo Internazionale: Lebst Du von der Musik ?
«Plümä»: Zum Teil.

Pipo Internazionale: Wie oft warst Du schon auf der Marti Kreuzfahrt?
«Plümä»: Das ist unsere elfte Marti-Kreuzfahrt.

Pipo Internazionale: Welche Destination hat Dir am besten gefallen?
«Plümä»: Santorini und die Kanaren

Hier noch einige Stichworte, mit der Bitte um einen kurzen Kommentar

Heinrich Marti: Lieber Mensch mit einem grossen Herzen
Musikalisches Vorbild: Eagles, Zucchero
Traumfrau: Ich bin seit 31 Jahren glücklich verheiratet
Lieblingsessen: Verschiedene Reisgerichte
Lieblingsferienziel: Formentera und Menorca
Geboren in: Oberburg
Wovor hast Du Angst: Vor einer schweren Krankheit.
Lieblingsschauspieler/in: Charlie Chaplin
Lieblingsportler: Fritz Künzli

Plümà möchte sich bei Marti Reisen bedanken, dass sie jedes Jahr auf der Kreuzfahrt dabei sein können. Ein spezieller Dank geht auch an die Ehefrau für das Verständnis, dass er jeweils bis zu 13 Tage «alleine» unterwegs ist.

Noch eine kurze Erklärung, woher der Name «Plüme» stammt. In den ersten Schuljahren war Hanspeter eher klein und dünn. Der Vater eines Kollegen aus der Westschweiz nannte ihn deshalb «Plume», in Deutsch Feder. Daraus entstand dann eben das berndeutsche Plümä. Heute ist die Feder etwas grösser und kräftiger geworden ;-).

Die Costa Mediterranea ist unterwegs in Richtung Vigo in Galizien. Wir kommen also nochmals zurück nach Spanien.

Boa noite Portugal – Buenos dias España

 

John&John
John&John mit Brigitte

Dienstag, 08. Mai 2018 – Vigo (Galizien)

Galizien wird auch «pequeña Suiza», also kleine Schweiz genannt. Dies aufgrund der Vegetation und des oftmals wechselhaften Klimas. Viele «Gallegos» wie die einheimischen genannt werden, sind in den sechziger Jahren in die Ferne gezogen, um eine gutbezahlte Arbeit zu suchen. Nicht wenige davon sind in der Schweiz gelandet.

Neben Paella und Tortilla ist auch «Pulpo a la gallega» ein spanisches Nationalgericht. Gekochter Tintenfisch mit Paprikapulver und Kartoffeln. Galizien und das Baskenland sind für ihre hervorragende Küche bekannt.

Direkt am Hafen von Vigo befindet sich ein riesiges Einkaufszentrum. Eine gute Gelegenheit, um ein wenig shoppen zu gehen. Aufgrund eines Destinationswechsels von Costa, konnten wir nicht wie ursprünglich geplant in Porto anlegen.
Dennoch wollten wir den Gästen eine Möglichkeit bieten, in sie Stadt am Duoro zu gelangen und organisierten eine Transferfahrt Vigo – Porto – Vigo. Da die Weiterfahrt des Schiffes erst auf 22.00h geplant ist, geht sich dies zeitlich gut aus und der Aufenthalt in Porto beträgt gute 4 Stunden. Ein Spaziergang am Flussufer, eine Besichtigung der Altstadt mit der Kathedrale oder einfach gemütlich essen gehen. Die rund 150 Gäste, welche vom Transferangebot Gebrauch machen, haben die Qual der Wahl.

Von Vigo aus wird unter anderem auch ein Ausflug nach Santiago de Compostela angeboten. Eine wunderschöne Stadt, welche von vielen Pilgern auf ihrer Wanderung über den Jakobsweg, besucht wird. Aber auch Vigo ist durchaus sehenswert.

Es herrscht eine wunderbare Stimmung, als die Costa Mediterranea den Hafen verlässt. Eine Mischung aus Wolken und Abendrot, welches sich im Wasser des Hafenbeckens spiegelt.

Ich war in Porto unterwegs und bin sehr positiv überrascht von der Schönheit der Umgebung rund um den Duoro. Nach einem üppigen Abendessen gönne ich mir mit ein paar Freunden einen Jägermeister mit Eis zur besseren Verdauung. Es schläft sich so schlecht mit vollem Magen.

Morgen werden wir den ganzen Tag auf See sein und den Komfort an Bord so richtig geniessen. Am Donnerstag erreichen wir dann die Kanalinseln, genauer gesagt Guernsey. Wiederum erwartet uns eine ganz andere Umgebung und eine wilde Vegetation.

Buenas noches Galicia

 

Mittwoch, 09. Mai 2018 – auf See

Mein Schlaf war unruhig, genauso wie der Wellengang des Atlantik. Das Wetter hat sich stark verändert und selbst auf der mächtigen Costa Mediterranea spüre ich das Schwanken deutlich. Einige Gäste haben vorsorglich an der Rezeption eine Tablette gegen ein mögliches Unwohlsein geholt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Traditionsgemäss beginnt auf der Marti-Kreuzfahrt das Musikprogramm an Seetagen bereits um 10.00h. Es bleibt genügend Zeit für ein reichhaltiges Frühstück, bevor «The Spitfires» loslegen. Anstelle von Deck 9 dient die Bar Casanova als Austragungsort der musikalischen Unterhaltung. Fast jeder Sitzplatz ist besetzt, zumindest bis die ersten Hobbytänzerinnen und Hobbytänzer auf das Parkett strömen. Einige Damen haben sich übrigens beschwert, dass es zu wenig Herren gibt, welche tanzen wollen oder können.
Da kann auch das «Happy Dance» Paar nur bedingt helfen.

Am Marti Informationsschalter wird immer wieder nach Marianne Lüthi gefragt. Sie ist die absolute Marti-Kreuzfahrt Spezialistin und wird von den Gästen sehr geschätzt. Sie war bis Lissabon auf der Costa Mediterranea. Marianne ist die «administrative Mutter» der Marti-Kreuzfahrt. Ich möchte Marianne an dieser Stelle recht herzlich danken für die fantastische Vorbereitung der Kreuzfahrt und den unermüdlichen Einsatz im Vorfeld. Grazie, Gracias, Thank you, Obrigado, Bedankt MARIANNE.

Nebst dem Hauptrestaurant gibt es auf dem Schiff noch weitere Verpflegungsmöglichkeiten. Eine davon ist das sehr beliebte Club Restaurant Medusa. Gediegene Atmosphäre und eine tolle Aussicht auf dem obersten Deck. Das Rindsfilet vom Grill ist am heutigen Abend das meistbestellte Gericht.
Je später der Abend wird, desto mehr habe ich den Eindruck, dass der eine oder andere Ausfallschritt nicht nur mit dem Wellengang zu tun hat. Von der gemütlichen Bar im Casino aus, beobachte ich die Gäste, welche zwischen dem «Stägehus» und der Bar Casanova zirkulieren. Die Spieltische im Casino sind gut besucht und manch einer versucht sein Glück an den unzähligen Spielautomaten.

Gerne stelle ich Euch heute Beat Gfeller von der beliebten Cocktail Band etwas näher vor.

Pipo Internazionale: Woher kommt der Bandname?
Beat Gfeller: 1980 wurde die Cocktail Band gegründet. Da die einzelnen Musiker aus verschiedenen Bands kamen, ergab dies ein Mix, oder anders gesagt einen Cocktail. So entstand der Bandname.

Pipo Internazionale: Wie heissen die einzelnen Bandmitglieder ?
Beat Gfeller: Maria Zappa, Bernhard Reichenbach, Michael Flückiger und Bruno Nussbaumer

Pipo Internazionale: Woher stammt die Idee, bekannte Hits in berndeutscher Sprache zu singen?
Beat Gfeller: Es begann alles mit Nikita von Elton John. An einer Silvesterfeier im Kursaal Bern konnte sich unser damaliger Sänger Maurizio mitten im Lied nicht mehr an den Originaltext erinnern und sang auf Berndeutsch irgend einen Text, welcher ihm gerade in den Sinn kam. Warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Gesagt getan – und so wurde aus der englischen Nikita der berndeutsche Pinocchio. Das war die Geburtsstunde der «Romanischen Wàlthits».

Pipo Internazionale: Wurden die Originaltexte sinngemäss übersetzt oder sind es ganz neue Texte?
Beat Gfeller: Es sind alles neue Texte.

Pipo Internazionale: Welches war Euer grösster Auftritt ?
Beat Gfeller: Wir hatten über 30 Fernsehauftritte im In- und Ausland. Die Teilnahme an der Schweizerausscheidung für den Eurovisions Contest war aber das eigentliche Highlight. Damals nahm auch eine gewisse Celine Dion an der Ausscheidung teil.

Pipo Internazionale: Wie viele romantische Wälthits gibt es eigentlich?
Beat Gfeller: Über 140

Pipo Internazionale: Welches ist der Erfolgreichste ?
Beat Gfeller: Uhr an an

Pipo Internazionale:  Lebst Du von der Musik?
Beat Gfeller: Teils, ich bin zudem Unternehmer.

Pipo Internazionale: Welche Auszeichnungen hat die Cocktail Band bisher erhalten?
Beat Gfeller: Wir haben 4 Gold- und 1 Platinschallplatte. Zudem waren wir für den Prix Walo nominiert.

Pipo Internazionale: Wie viele Tonträger habt Ihr verkauft?
Beat Gfeller: Mehr als 350000 (dreihundertfünzigtausend).

Pipo Internazionale: Ihr habt die «die Stimme» der Cocktailband verloren, nicht wahr?
Beat Gfeller: Ja leider, 2016 verstummte die Stimme von unserem begnadeten Sänger Maurizio für immer. Er starb an einer Herzschwäche während einer Beinbruchoperation in Deutschland. Nun singen Maria und die anderen Musiker die Songs.

Pipo Internazionale:  Wie oft warst Du schon auf der Marti Kreuzfahrt?
Beat Gfeller: Das ist unsere Fünfte.

Pipo Internazionale: Welche Destination hat Dir am besten gefallen?
Beat Gfeller: Santorini

Hier noch einige Stichworte, mit der Bitte um einen kurzen Kommentar

Heinrich Marti: sehr sympathisch
Musikalisches Vorbild: Earth, Wind and Fire
Lieblingsessen: Italienische Küche
Traumfrau: Damals Sophia Loren
Lieblingsferienziel: Sardinien
Wovor hast Du Angst: Ich habe Höhenangst
Lieblingsschauspieler/in: Adriano Celentano
Lieblingsportler: Roger Federer

Pipo Internationale: Vielen Dank Beat. Möchtest Du sonst noch was erwähnen.
Beat Gfeller: Ja, etwas habe ich bei den grössten Erfolgen vergessen. Die Cocktail Band war als Begleitband auf der Europatournee der koreanischen Olympiaband KOREANA mit ihrem Hit «Hand in Hand». Dies war von 1988 – 1990.
Jetzt ist alles gesagt (lacht).

Wir schaukeln in Richtung Kanalinseln und werden morgen früh in Guernsey anlegen.

Good night England and God save the Queen.

 

Donnerstag, 10. Mai 2018 – Saint Peter Port, Guernsey

Saint Peter Port ist das Zentrum der Insel sowie die Hauptstadt der Kanalinseln. Guernsey liegt geographisch vor der Nordwestküste Frankreichs. Sie war die Residenz des berühmten Schriftstellers Victor Hugo, aus dessen Feder «I Miserabili» stammt.

Hand aufs Herz. Haben Sie gewusst, dass Guernsey eine eigene Währung hat?

Dass es nicht zu Grossbritannien gehört sondern der Queen höchstpersönlich? Dass auch Französisch neben Englisch als offizielle Landessprache anerkannt ist oder dass die Insel nach der Besetzung durch das deutsche Reich im 2. Weltkrieg als Ausgangspunkt für Angriffe auf England diente?

Die Costa Mediterranea legt Anker und die Gäste werden mit den Rettungsbooten auf die Insel gebracht. Ein doch etwas mulmiges Gefühl, in ein Rettungsboot einzusteigen. Da es sich aber um eine Transferfahrt und nicht um einen Notfall handelt, ist alles halb so schlimm.

Um 17.00h erreicht das letzte Rettungsboot das Mutterschiff. Eine Stunde später verlassen wir die Ankerposition und fahren anschliessend in den Ärmelkanal ein mit dem Ziel Southampton.

Im grossen Theater ganz vorne im Schiff, begeistert das Konzert «POP, OPERA & LOVE» die Besucherinnen und Besucher. Das Theater bietet für rund 1000 Personen Platz.

Ich will heute endlich die Bar Roero besuchen, wo die volkstümliche Musik mit dem SQ Signouergiele, den Örgelifründe Aegelsee, dem Jodlerduo Rüfenacht-Geissbühler und das Trio Markus Liebi zu Hause ist. Etwas erstaunt bin ich darüber, dass sich viele jüngere Gäste hier befinden. Aber wenn ich mir die ausgelassene Stimmung anschaue und anhöre, verfliegt die Erstauntheit schnell. Bei der volkstümlichen Version von Udo Jürgens «Die kleine Kneipe» kocht die Stimmung und es wird lauthals mitgesungen.

Nach dem leckeren sizilianischen Abendessen verteilen sich die Gäste auf die insgesamt sieben Bars und Lokalitäten, in welchen Livemusik zu hören ist. Normalerweise ist gegen 01.30h Feierabend und es kehrt Ruhe ein im Innern der Costa Mediterranea. Normalerweise….. denn heute wurde eine neue Rekordmarke hinsichtlich musikalischer Ausdauer aufgestellt. Die beliebte Sängerin Michelle Kissling (Freundin von Christian Vetsch) ist als Gast an Bord. Schon weit nach 02.00h gesellt sie sich zu den anderen Musikern und begeistert die zahlreichen Gäste an der Bar. Gegen 06.30h geht die laaaange Partynacht zu Ende. Da es ab 07.00h Frühstück gibt, verpflegen sich einige noch vor dem Schlafengehen, gäu Hämpe ;-)..

Southampton ist nicht mehr weit – see you in a second.

Freitag, 11. Mai 2018 – Southampton

Der Hafen von Southampton wurde durch eine der grössten Katastrophen der Geschichte bekannt. Am 10. April 1912 verliess die Titanic Southampton in Richtung New York. Dass sie die amerikanische Metropole nie erreichte, muss nicht weiter erwähnt werden.

Southampton liegt in der Grafschaft Hampshire im Südosten des Vereinigten Königreichs mit Blick auf die wunderschöne Isle of Wight.

Die Costa Mediterranea erreicht gegen 08.00h den Hafen. Heute heisst es für viele Gäste «London calling». Die Ausflüge in die englische Hauptstadt sind gut gebucht. Big Ben, Tower Bridge, Buckingham Palace, Hyde Park oder Harrods. Die Liste an Highlights ist schier unendlich. Nebst London ist auch Salisbury und Stonehenge als Exkursion buchbar. Stonehenge ist eine der meistbesuchten Attraktionen Englands.

Um 18.30h sind alle zurück an Bord. Gerade rechtzeitig für die erste Essenszeit um 18.45h. Die Kulinarik ist ein wichtiger Bestandteil einer Kreuzfahrt. Die ausgewogenen Menüs schmecken ausgezeichnet. Wenn Sie mehr über die immensen Mengen an Nahrungsmittel auf der Costa Mediterranea wissen möchten, dann lesen Sie morgen das Tagebuch.

Wie bereits vor einigen Tagen erwähnt, möchte ich Ihnen den bekanntesten Gast unserer Kreuzfahrt etwas näher vorstellen. Er ist 26 Jahre jung, exakt 2 Meter gross und Olympiasieger im Ski Alpin. Ladys and Gentlemens, here is RAMON ZENHÄUSERN.

Erstmals herzliche Gratulationen zu den tollen Erfolgen an den olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang.

Pipo Internazionale: Hallo Ramon, Dein Dialekt verrät Dich, Du kommst aus dem Wallis.
Ramon Zenhäusern: Ja, ich wurde in Bürchen geboren und wohne auch dort.

Pipo Internazionale: Mit wie alt bist Du das erste Mal auf den Ski gestanden ?
Ramon Zenhäusern: Mit 18 Monaten in Bürchen. Der Skilift, an welchem ich skifahren gelernt habe, wurde mittlerweile in Ramon Zenhäusern Skilift umbenannt.

Pipo Internazionale: Für welchen Skiclub fährst Du ?
Ramon Zenhäusern: Selbstverständlich für den Skiclub Bürchen.

Pipo Internazionale: Wer war Dein wichtigster Trainer ?
Ramon Zenhäusern: Zu Beginn mein Vater und danach Didier Plaschy.

Pipo Internazionale: Mit wem aus dem Schweizer Skiteam hast Du den besten Kontakt ?
Ramon Zenhäusern: Wir sind ein junges, topmotiviertes Team und verstehen uns alle sehr gut. Mit Elia Zurbriggen habe ich engen Kontakt.

Pipo Internazionale: Was hast Du für eine Ausbildung ?
Ramon Zenhäusern: Ich schliesse diesen Sommer meinen Bachelor in Wirtschaft ab. Die Diplomarbeit schreibe ich übrigens zum Thema «Sion 2026».

Pipo Internazionale: Bisher haben wir auf der Kreuzfahrt diverse Musiker interviewt. Spielst Du ein Instrument ?
Ramon Zenhäusern: Ja, ich spiele Klarinette und war Jugendmusik-Schweizermeister.

Pipo Internazionale: Wer ist/war Dein Vorbild im Skirennsport ?
Ramon Zenhäusern: Der Österreicher Thomas Sykora, weil er ähnlich gross ist wie ich.

Pipo Internazionale: Welche Sportarten magst Du sonst noch ?
Ramon Zenhäusern: Tennis, Wind- und Kitesufen

Pipo Internazionale: Sind Deine Eltern und Geschwister auch sportlich begabt ?
Ramon Zenhäusern: Mutter ist nicht sehr sportlich (grinst), Vater ist ein sehr guter Skifahrer, Schwester spielte bis zu ihrer Handgelenksverletzung hervorragend Tennis und hat mal Belinda Bencic geschlagen.

Pipo Internazionale: Wie hast Du nach Deinem Olympiasieg geschlafen ?
Ramon Zenhäusern: Es war schwierig einzuschlafen. Die Freude und Zufriedenheit war enorm. Habe im Bett Musik von Wintershome gehört und war einfach nur glücklich.

Pipo Internazionale: Was hat sich seit Olympia verändert ?
Ramon Zenhäusern: Sehr viele Termine und Verpflichtungen. Meine Eltern sind gleichzeitig auch meine Manager.

Hier noch einige Stichworte, mit der Bitte um einen kurzen Kommentar

Bester Skifahrer aller Zeiten: Marcel Hirscher
Lieblingssportler: Roger Federer
Erstes Weltcuprennen: 2011 in Levi
Erster Podestplatz im Weltcup: 2018 beim City-Event in Stockholm
Lieblingsrennen: Adelboden und Wengen
Lieblingsessen: Essen auf der Costa Mediterannea (lacht), Moosalp Crèmeschnitte
Lieblingsmusikband: Wintershome (mit Elia Zurbriggen)
Lieblingsreiseziel: Griechenland und Kreuzfahrten. Aber auch die Schweiz hat wunderschöne Gegenden.

Pipo Internazionale: Ramon, verrätst Du uns noch, welchen Eindruck Du von der Marti Kreuzfahrt hast ?
Ramon Zenhäusern: Einen sehr positiven. Es passt für Jung und Alt. Oder anders gesagt; Alles was das Herz begehrt.

Herzlichen Dank für das angenehme Gespräch. Marti Reisen wünscht Dir eine gute und verletzungsfreie Saisonvorbereitung und natürlich viel Erfolg für die kommende Weltcupsaison.

Die Costa Mediterranea wird in der Nacht die Strasse von Dover durchfahren. Dies ist der engste Teil des Ärmelkanales. Es geht in Richtung Belgien. Die Ankunft in Zeebrügge ist gegen 09.00h geplant.

Bye England – welcome Belgium

Ramon Zenhäusern
Ramon Zenhäusern (r.)

Samstag, 12. Mai 2018 – Zeebrugge

Zeebrugge wird auch als «Brügge des Meeres» bezeichnet. Der Strand ist sehr einladend und wird von vielen Geschäften, Restaurants und Bars flankiert. Zeebrugge und Brügge sind durch einen 12km langen Kanal miteinander verbunden.

Ob Brügge oder Brüssel, heute bietet sich ein Landausflug unbedingt an. Sowohl die belgische Hauptstadt mit dem Atonium als auch Brügge sind sehr sehenswert. Vom Hafen aus führt ein Shuttlebus ins Zentrum von Zeebrugge. Von dort aus erreicht man sowohl Brügge als auch Brüssel (ca. 110 km) einfach per Bahn.

Brügge ist die Hauptstadt der Provinz Westflandern. Der mittelalterliche Stadtkern wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Jahr 2002 war Brügge Europäische Kulturhauptstadt.

Belgien ist wie die Schweiz bekannt für Schokolade. In unzähligen Formen, Farben und Variationen wird der süsse Genuss angeboten. Wer statt auf Süsses eher auf Bier steht, fühlt sich in Belgien ebenso wohl. Grimbergen, Judas, Duvel oder Jupiter sind nur einige der bekannten belgischen Biere.

Nach einer Portion «Moules et frites» sowie einem lokalen Bier geht es zurück mit dem Taxi nach Zeebrugge. Ein letztes Mal lichtet die Costa Mediterranea auf der Marti-Kreuzfahrt 2018 ihre Anker. Unglaublich, wie schnell die Zeit verflogen ist.

Im Speisesaal wird nach dem Essen zu typisch italienischen Songs wie «Volare» getanzt. Die sympathischen Kellner bitten die Damen zu einem Tänzchen. Die fröhliche Stimmung gipfelt in einer «Polonaise» durch den ganzen Speisesaal. An dieser Stelle geht ein grosser Dank an das vielzählige Küchen- und Servicepersonal.
Apropos Küche, hier einige Zahlen, was so alles verarbeitet wurde während den letzten 12 Tagen.

Eier 250‘000 Stück
Pouletfleish 3‘200 kg
Rindfleisch 2‘500 kg
Kalbfleisch 1‘800 kg
anderes Fleisch 2‘500 kg
Parmesan Käse 450 kg
Mozzarella Käse 1‘500 kg
anderer Käse 2‘400 kg
Butter 990 kg
Olivenöl 1‘400 Liter
Schwertfisch 950 kg
Tunfisch 480 kg
Lachs 1200 kg
anderer Fisch 1‘900 kg
Süssgetränke diverse 35‘000 Dosen
Zapf-Bier 5‘000 Liter
Wein 11‘000 Flaschen
Kaffee 1,5 Tonnen
Gemüse 4,5 Tonnen
Kartoffeln 3,5 Tonnen
Teigwaren diverse 5 Tonnen

Eindrücklich, nicht wahr ? Hier noch zwei Verbrauchszahlen zum Schmunzeln.

WC-Rollen 15‘000 Stück
Waschmittel 3 Tonnen

Bei diesen Zahlen ist es kein Wunder, dass beim Einen oder Andern die Hose zwickt und das Hemd spannt. Nach der Kreuzfahrt wird wieder gefastet…. zumindest hört man dies an verschiedenen Tischen. Wer sich wohl daran halten wird ?

Heute ist punkt Mitternacht Schluss mit der Musik. In der Lounge Talia spielen die «Romanos» noch einmal zum Tanz auf. Die letzten Töne verstummen und es wird uns Allen klar. Sie ist bald vorbei, die 16. Marti-Kreuzfahrt. Für die Musikformationen beginnt das grosse Aufräumen. Gegen 03.30h sind alle Palette bereitgestellt für den Rücktransport in die Schweiz.

Die Costa Mediterranea gleitet ruhig in Richtung Amsterdam.

Tot ziens Belgie, we gaan naar Amsterdam.

Sonntag, 13. Mai 2018 – Amsterdam

Die letzten gut 20 Seemeilen führen durch den Noordzeekanaal bis nach Amsterdam. Insgesamt wurden während unserer Kreuzfahrt 2725 Seemeilen zurückgelegt, dies entspricht exakt 5046,7 km.

Um 08.30h verlassen die ersten Gäste die Costa Mediterranea. Die Ausschiffung verläuft gestaffelt nach Farben der Kofferetiketten . Um 10.30h verlässt der letzte der 22 Reiscars das Hafenterminal. Rund 400 Gäste fliegen ab Rotterdam mit 4 Chartermaschinen nach Bern Belp und Zürich.

Die 16. Marti-Kreuzfahrt ist Geschichte. Ich bin nicht ein Freund grosser Abschiedsszenen, denn es ist nur ein Abschied auf Zeit. Am 07. April 2019 gibt’s ein Wiedersehen. Eine ganz neue und wunderschöne Reiseroute erwartet uns. England, Irland, Nordirland und Schottland sind kulturell und landschaftlich wunderschön.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Kreuzfahrt und an alle, die das Tagebuch aufmerksam gelesen haben.

Ich verneige mich vor Euch
Pipo Internazionale

«Abschied bedeutet nicht Trennung, sondern Pause auf Zeit »